tacheles-Diaspora

Berlin 2012-2022 ff

Am 04. September 2012 wurde das weltweit bekannte Berliner Kunsthaus Tacheles trotz engagierter Rettungsversuche einiger Politiker auf Betreiben der HSH-Nordbank geschlossen. Die internationalen Künstlerinnen und Künstler verstreuten sich danach mehrheitlich in alle Winkel der Welt. Aber einige leben ihre Diaspora in der Hauptstadt weiter - manchmal nur wenige Häuserblocks von der einstigen Heimat in der Oranienburger Straße entfernt, wo inzwischen Luxus- und Alibikunst-Quartiere fertiggestellt werden.

Die 'Tachelesen' verband über ideologische Gräben hinweg der Wille, gegen äußere irrational und feindselig handelnde Gegner zu widerstehen. Sie hielten dies erfolgreich bis zur Zwangsräumung durch und verabschiedeten sich dann friedlich aus Berlins Mitte. Die Vermutung, dass heute - 10 Jahre nach dem Aus des Kunsthauses - der dort gepflegte anti-spalterische Stil in der Auseinandersetzung auch um aktuelle gesellschaftspolitische Konflikte Auswege aus so manchen Sackgassen finden helfen könnte, liegt sehr nahe.

Zuletzt trafen wir uns am 10. Jahrestag der Zwangsräumung, dem 04.09.2022, im Lauschangriff (Rigaer Str. 103, 10247 BER) zu einem friedlichen Gedankenaustausch für Etatistinnen und Libertäre, Corona-Fighterinnen und Maßnahmenkritiker, Fans von Hertha und Freundinnen von Union-Berlin ... außerdem gehen einige von uns neuerdings spazieren, was von maßgeblichen Politikerinnen nicht gutgeheißen wird.

Die im tacheles gestarteten Projekte und Initiativen leben weiter und sind offen für konstruktive Beiträge.


tacheles-Projekte und -Initiativen